Augen Laser Lasik Astigmatimus KurzsichtigkeitLasik Augenlaser WellenfrontAugenklinik Oberhausen Referenzzentrum Lasik Augenlaser Grauer Star KataraktGrauer Star Katarakt Multifokallinse Augenklinik

Multifokallinsen - Unabhängigkeit von Lesebrillen in jedem Alter.

Viele kennen es - ab einem bestimmten Alter werden einem einfach beim Lesen die Arme zu kurz. Das liegt daran, dass die Elastizität der körpereigenen Linse mit zunehmendem Alter abnimmt und man nicht mehr in der Nähe scharf sehen kann.

Unabhängig zu einer Weit- oder Kurzsichtigkeit liegt deshalb bei allen Menschen ab etwa dem 45. bis 50. Lebensjahr die sogenannte Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) vor, die auch durch Lasereingriffe nicht behoben werden kann, da man nach einer Laserung zwar in der Ferne scharf sieht, für die Nähe jedoch eine Lesebrille benötigt.

Um dieses Problem zu lösen, wurden bereits Anfang der 90er Jahre diffraktive und refraktive Multifokallinsen entwickelt. Multifokallinsen teilen das Licht in einen Fernpunkt (für das Sehen in der Ferne) und einen Nahpunkt (für das Sehen in der Nähe) auf.

Mit diesen Linsen ist es den operierten Patienten möglich, sowohl ohne Brille zu lesen als auch in die Ferne zu schauen.

Waren die ersten, Anfang der 90er Jahre implantierten Multifokallinsen noch unflexibel (sogenannte starre Linsen), so sind die neuesten Multifokallinsenmodelle faltbar, nachstarhemmend und über Mikroinzisionen in das Auge implantierbar.

Einige neue Multifokallinsen verfügen sogar über einen Filter für energiereiches blaues Licht (Multifokallinse mit Blaulichtfilter), um die Netzhaut zusätzlich vor schädlicher Lichtbelastung zu schützen.

Die Vorteile der Multifokallinse liegen zudem in einer weitgehenden Unabhängigkeit von Brillen bis ins höchste Alter, da sich nach einer Multifokallinsenimplantation ebenfalls auch die Brechwerte des Auges nicht mehr verändern können.

Die Multifokallinse stellt daher gerade bei Patienten ab dem 45. Lebensjahr eine sehr gute Alternative zur Laserbehandlung (Lasik, Epi-Lasik oder PRK/Lasek) dar.

apodisierte Multifokallinse
Bild einer apodisierten, diffraktiven Multifokallinse mit refraktiver Komponente und Blaulichtfilter (ReSTOR)


 

 

 

 

 

Schema Physik Multifokallinse

 

Schema der Apodisierung: die Höhe der Stufen nimmt nach außen ab: dies führt zu geringerer nächtlicher Blendung und verbesserter Sehleistung in der Ferne bei physiologischer Pupillenerweiterung.

Die Centro Klinik hat sich seit Anfang an mit Multifokallinsen befasst. Wir setzen unterschiedliche Multifokallinsensysteme für die Behandlung der Fehlsichtigkeit ein, um eine für jeden Patienten individuell optimierte Behandlung zu erreichen.

Herr Universitäts-Dozent Dr. med. Tony Walkow, einer der Gründer der Centro Klinik, beschäftigt sich seit Anfang der 90er Jahre wissenschaftlich mit Multifokallinsen. Im Rahmen seiner Habilitation an der Augenklinik der Universität Wien forschte er über die klinische Anwendung der Multifokallinsen.

Ein Großteil seiner über einhundert wissenschaftlichen Veröffentlichungen befasst sich mit dem Thema der notwendigen Operationsvoraussetzungen, Verbesserung der Operationsmethoden und auch mit der Auswahl der geeigneten Multifokallinsen (siehe auch Forschung).

Bereits 1996 auf der 100. Jahrestagung der American Academy of Ophthalmology (AAO) stellte Herrn Univ.-Doz. Dr. Tony Walkow die Voraussetzungen für eine optimale Multifokallinse dar:

Anforderungen an eine optimale Multifokallinse:

1. gute Funktion in der Nähe und in der Ferne
2. postoperative Emmetropie (hochpräzise Berechung der Linse, am besten mit Laserinterferenzmessung)
3. geringer postoperativer Astigmatismus (Hornhautverkrümmung durch die Operationstechnik minimieren)
4. gute Linsen-Zentrierung (Implantation in den Kapselsack, symmetrische Kapsulorrhexis)

5. geringe Blendung (apodisierte Optiken, sorgfältige Kapselpolitur, genaue Linsenanpassung)
In den vergangen Jahren wurden so auch weltweit immer verbesserte Linsendesigns entwickelt, die heutzutage eine nochmals verbesserte Sehqualität zur Folge haben.

Als Beispiele seien hierfür die apodisierte Multifokallinse (Apodisierung = verbesserte Nachtsehschärfe) oder auch die asphärischen Multifokallinse (verbessertes Kontrastsehen) genannt.


HÄUFIGE FRAGEN ZUR MULTIFOKALLINSE

1. Wie funktioniert eine Multifokallinse?

Unterschiedlich: Es gibt refraktive (Lichtbrechung) und diffraktive (Lichtbeugung nach Huygens-Fresnel) Prinzipien sowie Multifokallinsen, die beides kombinieren.

Multifokallinsen verteilen das Licht grundsätzlich auf zwei Hauptbrennpunkte, auf einen Nah- und auf einen Fernfokus. Einige Multifokallinsen haben zusätzliche Brennpunkte. Jedes Prinzip hat dabei Vor- und Nachteile in der resultierenden Lichtverteilung.

2. Kann man Multifokallinsen mit einer Gleitsichtbrille vergleichen?

Nein, Gleitsichtbrillen haben im oberen Brillenteil den Fernteil und im unteren den Leseteil, man muss also durch den unteren Teil des Brillenglases schauen, um in der Nähe sehen zu können.

Bei einer Multifokallinse werden dagegen Nah- und Fernteil in allen Bereichen der Multifokallinse abgebildet, so kann man beispielsweise ganz bequem in Rückenlage lesen oder über Kopf einen Nagel einschlagen, da der Nahteil in allen Richtungen wirkt.

3. Gibt es bei multifokalen Intraokularlinsen (Multifokallinsen) Abstossungsreaktionen?

Nein. Linsen aus dem in der Centro Klinik Oberhausen verwendeten Material wurden bisher weltweit über 30 Millionen mal implantiert - mit exzellenter Verträglichkeit.

4. Ist diese Operation dauerhaft oder können sich die Augenwerte später noch einmal verändern?

Die Operation hält lebenslang, auch eine spätere Operation des grauen Stares ist nicht mehr notwendig, die Refraktionswerte sind in der Regel lebenslang stabil.

5. Braucht man für die normalen Tätigkeiten im Haushalt nach der Operation eine Brille?

Nein, in der Regel kann man alle Alltagsarbeiten oder Sport ohne Brille ausüben. Besonders aktive Menschen schätzen es zum Beispiel beim Radfahren oder Golf sehr, wenn sie ohne Brille die Radwanderkarte lesen oder ihren Ball brillenlos aufteen können.


6. Kann jeder Patient so eine Multifokallinse implantiert bekommen?

Leider nein, nicht jeder ist für eine Multifokallinse geeignet.
So empfehlen wir bei Patienten mit schweren Durchblutungsstörungen der Netzhaut andere Linsentypen.

Hier würden wir dann Monofokallinsen implantieren, die aber auch einen Blaulichtfilter (Alcon, Hoya) oder aber eine asphärische Aberrationskorrektur (Alcon, Abbott) integriert haben sollten.

In der Centro Klinik Oberhausen wird mit jedem Patienten eine etwa anderthalb- bis zweistündige Voruntersuchung durchgeführt, um die ideale Multifokallinse auszuwählen.

7. Übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für eine Multifokallinse?

Nein, gesetzliche Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten für eine Multifokallinse nicht, da dies über ihren gesetzlichen Versorgungsrahmen hinausgeht. Die Implantation der Multifokallinse gehört daher zu den Selbstzahlerleistungen. Private Krankenversicherungen übernehmen dagegen meistens bei bereits vorhandenen Linsentrübungen die Behandlungskosten für die Multifokallinsen.

8. Welche Multifokallinse ist denn für mich die Richtige?

Dies können wir Ihnen erst nach einer ausführlichen Voruntersuchung sagen. Theoretische Vorteile und auch Marketingaussagen der Hersteller haben nur begrenzte Aussagfähigkeit. Entscheidend ist, welcher Linsentyp für Ihre Augen und Ihre Ansprüche ideal ist. Dies wird nach Auswertung aller erhobenen Befunde und im ausführlichen Gespräch mit Ihnen gemeinsam festgelegt.

Einen Termin für eine Voruntersuchung können Sie telefonisch, montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr, unter der Rufnummer 0208-30403020 vereinbaren.


 

 

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